Erster Stern für zwei weitere Projekte

'Zentrum Digitale Pflege' und 'Wäster Wohnen Warstein' überzeugen Regionale-Ausschuss

Landrätin Eva Irrgang (r.) übergab einen ersten Stern der Regionale 2025 in Form einer Urkunde an den Warsteiner Bürgermeister Dr. Thomas Schöne (4. v. l.) und Matthias Seipel (3. v. l.), Fachbereichsleiter Infrastruktur Stadt Warstein, für das Projekt „Wäster Wohnen Warstein“ und an wfg-Geschäftsführer Markus Helms (2. v. r.) für das Projekt „Zentrum Digitale Pflege“. Ihren Glückwünschen schlossen sich an Bürgermeister Malte Dahlhoff aus Bad Sassendorf (3. v. r.), Hubertus Winterberg (2. v. l.), Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur, sowie Dr. Stephanie Arens (l.), Leitung Regionale 2025 bei der Südwestfalen-Agentur. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Kreis Soest (kso.2019.10.09.399.-rn). Der zuständige Regionale-Ausschuss hat bei einer Sitzung im Soester Kreishaus am Mittwoch, 9. Oktober, zwei weitere Vorhaben aus dem Kreis Soest mit dem ersten von insgesamt drei möglichen Sternen für die Regionale 2025 ausgezeichnet. Es handelt sich um die Vorhaben „Zentrum Digitale Pflege“ der Kreiswirtschaftsförderung und „Wäster Wohnen Warstein“. Im April war bereits ein erster Stern für den Verein „We love Warstein“ und sein Projekt rund um die Veranstaltungsstätte „FH3“ vergeben worden.

Neben den beiden Konzepten aus dem Kreis Soest erhielten drei weitere Vorhaben den ersten Stern. „Der Anspruch an die Projektträgerinnen und Projektträger der Region ist groß“, sagte Landrätin Eva Irrgang, die derzeit als Aufsichtsratsvorsitzende der Südwestfalen Agentur fungiert. „Sie sollen Vorhaben mit der Südwestfalen-DNA – digital, nachhaltig, authentisch – kreieren, die den Menschen und gerade den nachfolgenden Generationen in unserer Region langfristig helfen. Ich bin froh zu sehen, wie die DNA in den unterschiedlichsten Lebensbereichen von den Projektträgern mit Leben gefüllt wird.“

Mit dem Projekt „Zentrum Digitale Pflege“ möchte die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH eine Antwort auf Versorgungslücken im Gesundheitswesen geben unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels in der Pflegebranche. Mit dem „Zentrum Digitale Pflege“ soll eine Struktur aufgebaut werden, die Innovationen in der Pflegebranche fördert und Basis ist für digital unterstützte Versorgungsmodelle und ein neues Berufsbild der Branche.

Das „Zentrum Digital Pflege“ könnte im Ortskern von Bad Sassendorf entstehen und sich aus vier eng zusammenhängenden Bausteinen zusammensetzen.

  • Der Care-Working-Space: eine Lern- und Arbeitsumgebung für die Digitalisierung in der Pflegeaus und -fortbildung sowie Angehörigenqualifizierung.
  • Das SWF Care-Lab: Hier denken Wirtschaft und Wissenschaft gesellschaftliche und wissenschaftliche Aspekte zusammen und arbeiten gemeinsam an Prototypen.
  • Im Experience-Center testen Bürgerinnen und Bürger digitale Lösungen, um Berührungsängste abzubauen.
  • Dezentrale Innovationsstandorte: Sie machen beispielhaft die Anwendung von digitalen Lösungen in der realen Praxis erfahrbar.

Pflege, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erhielten mit dem „Zentrum Digitale Pflege“ einen Ort zur Begegnung mit Technik, Innovationsentwicklung und Vernetzung, Start-Ups wiederum konkrete Anknüpfungspunkte zur Pflegewirtschaft und umgekehrt.

Mit dem Projekt „Wäster Wohnen Warstein“ soll ein modernes, nachhaltiges und authentisches Wohnquartier geschaffen werden. Am alten Feuerwehr-Standort könnte sich nach den Plänen der Stadt Warstein Mehr-Generationen-Wohnen für Menschen mit verschiedenen Lebensstilen realisieren lassen, um den Lebensalltag der Bewohner zu erleichtern, soziale Teilhabe zu verbessern sowie digital und analoge Verknüpfungen zwischen Jung und Alt herzustellen. Durch die Freilegung und Renaturierung des Flusses Wäster, ökologische Bauweisen sowie eine zentrale Anbindung an das Radwegenetz und den ÖPNV soll eine modellhafte, nachhaltige und authentische Stadtentwicklung betrieben werden. Neben dem Austausch von digitalem Wissen werden in der Projektidee digitale Hilfsmittel genutzt, um das Zusammenleben und Wohnen zu organisieren.

Im Regionale-Ausschuss sitzen alle Landräte der fünf südwestfälischen Kreise, der Arnsberger Regierungspräsident sowie Vertreter der Kommunen und des Landes NRW. Das Gremium entscheidet, welche Projekte beim zu überstehenden Qualifizierungsprozess in der nach Südwestfalen vergebenen Regionale die für eine Umsetzung letztlich erforderlichen drei Sterne erhalten. Den ersten Stern erhalten Projekte mit einer herausragenden konzeptionellen Idee. Der zweite Stern eröffnet den Zugang zu konkreten Förderprogrammen des Landes, der dritte sichert schließlich die für die Umsetzung erforderlichen Fördergelder.

Die Regionale ist ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie endet mit dem so genannten Präsentationsjahr, in dem die Region zeigt, welche beispielhaften Ideen und Lösungen entwickelt worden sind. Für Südwestfalen ist 2025 das Präsentationsjahr.

Ideen für die Regionale 2025 werden noch bis mindestens Ende 2021 gesucht. Weitere Informationen zu den bislang ausgezeichneten Projekten sind im Netz unter www.suedwestfalen-agentur.com/regionale-2025/projekte zu finden. Ansprechpartnerin im Kreis Soest für die Regionale ist Sonja Claus, E-Mail sonja.claus@kreis-soest.de, Telefon 02921/303201.