Jung und topmotiviert: "Wir wollen die Zukunft gestalten!"

Dritte Jugendkonferenz- und Denkwerkstatt UTOPiA Südwestfalen ein voller Erfolg

Mit großem Engagement erarbeiteten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei UTOPiA Ideen für die nächste große Denkwerkstatt im Herbst 2018. Foto: Südwestfalen

Südwestfalen/Olpe, 20. März 2018. Bereits zum dritten Mal trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene auf Einladung der Südwestfalen Agentur zur Jugendkonferenz „UTOPiA Südwestfalen“ am Samstag, den 17. März 2018, in den Räumlichkeiten der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden. Knapp 30 Teilnehmer zwischen 16 und 26 Jahren kamen aus ganz Südwestfalen nach Olpe, um ihre persönlichen Gedanken zur Zukunft Südwestfalens offen und kreativ zu diskutieren. 

Die zentralen Fragen der eintägigen Denkwerkstatt: Was braucht die Region, um für junge Menschen attraktiv zu bleiben und wie stehen sie ihrer Zukunft hier in Südwestfalen gegenüber? In lockerer Workshop-Atmosphäre diskutierten die engagierten und kreativen Utopisten über aktuelle Projekte der Südwestfalen Agentur und wie sie das Format „UTOPiA Südwestfalen“ – ganz konkret - weiterentwickeln wollen.

Jugend in Entscheidungsprozesse der REGIONALE 2025 eingebunden

Ganz oben auf der Agenda stand die Vorstellung des aktuellen Sachstands zur REGIONALE 2025 durch Dr. Stephanie Arens, Leiterin des Bereichs Regionale Entwicklung / REGIONALE 2025: Südwestfalen möchte mit Hilfe der Digitalisierung Antworten auf die grundlegenden Herausforderungen ländlicher Räume finden. Beispielsweise: Wie komme ich von A nach B? Wie lerne ich digital? Wo sind echte Treffpunkte und digitale Hotspots in Städten und Dörfern? Die junge Generation steht dabei im Mittelpunkt des Handelns: „Uns interessiert, wie es gelingen kann, junge Menschen für die Region zu gewinnen, um diese mitzugestalten“, betonte Dr. Stephanie Arens. „Wir sorgen mit UTOPiA dafür, dass im gesamten regionalen Entwicklungsprozess Südwestfalens gerade junge Menschen Gehör finden, beispielsweise durch junge UTOPiA-Teilnehmer als feste Mitglieder in Beratungs – und Entscheidungsgremien der REGIONALE 2025.“ So wurden nun unter den UTOPiA-Teilnehmern der 26-jährige Hans-Peter Drilling aus Balve und die 23-jährige Roxana Küthe aus Netphen für den offiziellen Beirat der REGIONALE 2025 gewählt. Ihre Stellvertreter sind Guilherme Kübler, 23 Jahre alt aus Lüdenscheid, sowie Marleen Rubart, 20 Jahre alt und aus Bad Sassendorf.

Jugendstudie Südwestfalen präsentiert

Als Diskussionsgrundlage zur Frage, wie insbesondere die junge Generation derzeit Südwestfalen sieht, präsentierte Marie Ting, Leiterin des Regionalmarketings, während der UTOPiA erstmals die Ergebnisse der brandaktuellen „Image- und Bekanntheitsstudie Südwestfalen 2017“. Das Ziel dieser Studie, die die Südwestfalen Agentur im Sommer 2017 bei der FH Südwestfalen in Auftrag gegeben hat, war eine Zwischenevaluation der Bekanntheit und des Images Südwestfalens. Dabei wurde erfasst, wie die Region Südwestfalen wahrgenommen und bezüglich ihrer Stärken eingeschätzt wird, wie insbesondere junge Menschen ihre Perspektiven hier wahrnehmen und in welcher Form diese über regionale Angebote informiert werden möchten.

In der anschließenden Diskussionsrunde mit Landrat Andreas Müller wurden die Studienergebnisse mit den UTOPiA-Teilnehmern reflektiert. Denn: Mit den Studienergebnissen sollen nun weitere zielgruppengerechte Regionalmarketing-Maßnahmen im Rahmen des Projekts „PERSPEKTIVE Südwestfalen“ erarbeitet werden. Auch die Einbindung von Politikern in zukünftige UTOPiA-Veranstaltungen war Thema: „In den jungen Köpfen stecken so viele gute Ideen“, zeigte sich Landrat Andreas Müller überzeugt. „Wir möchten, dass diese klugen Visionen der jungen Menschen aus Südwestfalen auch gehört werden. „Zaungäste“ aus Politik und Wirtschaft, die mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen, sind hier genau der richtige Ansatz.“

Konkrete Projekte und neue Ideen

Dass die Utopien der Teilnehmer auch Wirklichkeit werden, zeigt sich beispielsweise an der in der letzten UTOPiA entstandenen Projektidee „GAP YEAR Südwestfalen“ - ein Programm, das Abiturienten und Bachelor-Absolventen in einem Jahr drei verschiedene Praktika in drei unterschiedlichen heimischen Unternehmen ermöglichen soll. Saskia Haardt und Lisa Probian, Projektmanagerinnen von „PERSPEKTIVE Südwestfalen“ präsentierten das Konzept zur Realisierung des Projekts, dessen Umsetzung noch für dieses Jahr geplant ist. Anschließend luden sie die Teilnehmer ein, sich in zwei Gruppen Gedanken über die Weiterentwicklung dieses Projekts zu machen. Die Utopisten waren sich einig: „Es ist toll zu sehen, dass Ideen aus UTOPiA gezielt in die Umsetzung gehen!“

Nach dem gemeinsamen Mittagessen hieß es dann: Querdenken! Welche Themen müssen in der nächsten großen Denkwerkstatt im Herbst 2018 besprochen werden? Was stört die jungen Leute besonders? Wie können die politischen Entscheidungsträger von den Ideen überzeugt werden? In lockerer Workshop-Atmosphäre sammelten die Teilnehmer Ideen und Vorschläge für die nächste Denkwerkstatt im November 2018. Tobias Brömme, Projektmanager von UTOPiA freut sich schon auf die nächste UTOPiA: „Das Engagement der jungen Leute ist beeindruckend! Die Teilnehmer sprudeln nur so vor originellen Ideen – genau das brauchen wir für Südwestfalen. Wir nehmen diese Ideen-Sammlung mit in die nächste Konferenz im November 2018, die wir groß aufziehen werden.“

„Wir wollen den Qualitätssprung meistern!“

Zum Abschluss ging es in das Cineplex Olpe in den Film „Vielmachglas“ – natürlich „All-inclusive“ mit Popcorn und Getränk. Dr. Stephanie Arens und Tobias Brömme von der Südwestfalen Agentur beschreiben die Veranstaltung als „rundum gelungen“. Es sei wichtig zu wissen, wie die jungen Menschen Südwestfalen als Perspektive für ihren persönlichen Weg wahr- und annehmen und was aus ihrer Sicht für eine starke Region getan werden muss. „Nur so können wir den „Qualitätssprung“ meistern!“, fasste Dr. Stephanie Arens zusammen und dankte den Sparkassen in Südwestfalen sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, die die Konferenz durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglichen.